s'gaht fürschi

Das Ärgste vom (ersten) Schub des Covid-19 ist hinter uns. Wir können uns wieder in Gruppen bis 30 Personen treffen und Veranstaltungen bis 300 Personen durchführen. Auch Auslandsreisen in die EU-Staaten sollen ab Mitte Monat unbeschränkt möglich sein. Nachdem der prächtige Rosenfrühling im April und Mai mehr oder weniger nur im privatem genossen werden konnte, freuen wir uns, den geselligen Teil unserer Vereinsaktivitäten z.T. wieder aufnehmen zu können, natürlich unter Beachtung der Abstands- und Hygiene-Regeln. Erste Exkursionen, die für Juni geplant waren, fanden also glücklicherweise statt. Auch unsere Rosenschulen und Gartencenter sind wieder offen und berichteten von einem riesigen Andrang «ausgehungerter» Gartenliebhaber, die sich auf Setzlinge und Stauden stürzten! Wie geht es weiter? Der Termin für Offene Gärten wurde vom 13./14. Juni auf den 22./23. August verschoben. Leider müssen das mit der GSS zusammen geplante Herbstfest in der Gartenbauschule Hünibach vom 12. September absagen. Es zeigt sich, dass die Abstandsregeln und die Begrenzung der Anzahl Teilnehmer grosse Schwierigkeiten bereiten würden. Über die Durchführung der 61. Jahresversammlung am 5. September in Siebnen werden wir diese Monat zusammen mit dem Regionalverein March-Glarus entscheiden. Unsere Rosenfreunde in Deutschland haben bereits den Rosenkongress in Überlingen am 4. bis 6. Juni abgesagt und die Mitgliederversammlung auf einen noch unbestimmten Termin verschoben. Für unsere Vereinstätigkeit ist es jedoch wichtig, dass die statutarischen Fragen jährlich behandelt, die Rechnung abgenommen und der Vorstand entlastet wird. Auch läuft dieses Jahr die 3-jährige Amtsperiode des jetzigen Vorstands ab und Neuwahlen wären fällig. Wenn in Siebnen das notwendige Schutzkonzept vorliegt und genügt, dann können wir die Versammlung physisch abhalten. Wenn nicht, sieht die Verordnung 2 des Bundesrates über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus, die Möglichkeit zur Beschlussfassung auf schriftlichem Weg vor. In diesem Fall würden alle Mitglieder die üblichen Unterlagen, erweitert durch Abstimmungsdokumente, rechtzeitig erhalten. Schliessen wir mit einer positiven Note: Soweit mir bekannt, haben wir alle es gut überstanden. Den Wert unserer Rückzugsmöglichkeiten in den eigenen Garten, gross oder klein, ob Terrasse oder Balkon, kann man nicht unterschätzen. Es zeigte sich wie wichtig es ist, der Natur nahe zu sein. Unsere Rosen und Gärten haben sich für Eure «Freundschaft» wieder einmal herzlich bedankt, indem sie sich üppig in Szene gesetzt, unsere Sinne betört und unsere Gedanken abgelenkt haben. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den kommenden Jahren Gartenvereine wieder einen Aufschwung erleben werden. Wir «Röseler» machen da sicher aktiv mit!

Behcet Ciragan

Geh aus mein Herz und suche Freu(n)d

Nicht mehr lange und unsere Gärten blühen wieder in voller Pracht. Winterling und Schneeglöckchen sind in gewissen Regionen für dieses Jahr schon wieder Geschichte, Krokusse, Blausterne, Primeln und Narzissen auch bald und blühende Traubenhyazinthen und Tulpen blühen spätestens im April. Bis zur Rosenblüte müssen wir uns aber noch etwas gedulden.
Dass sich Rosen auch gut für einen Naturgarten eignen, können Sie in der Gartenreportage über den Garten von Behcet Ciragan in der Ausgabe 9 der «Schweizer Familie» vom 27. Februar 2020 nachlesen.
Aber nicht nur unser Präsident, auch viele Mitglieder pflegen wahre Vorzeigegärten. Mir jedenfalls zeigen dies die Einsendungen bezüglich «Mein Paradies». Grund genug, um sie am schweizweiten «Tag der offenen Gartentür» vom 13. und 14. Juni auch Ihre Gartentür für andere Rosen- und Staudenfreunde und weiteren Organisationen, ja sogar der Allgemeinheit zu zeigen. Sie werden es mir jetzt nicht glauben, aber sie warten alle darauf. Dies eventuell auch zusammen mit anderen Rosenfreunden der Umgebung. Ebenfalls ein Grund, um mal bei der Zeitung der Region für eine Reportage mit
 Hinweis auf den Anlass anzufragen, was für Vereinsmitglieder oft unentgeltlich ist. Eine rege Besucheranzahl mit allerlei guten Gespräch ist so garantiert, und wenn Sie auch noch Flyer unserer Gesellschaft auflegen. Neumitglieder sind immer herzlich willkommen!

Herzlichst Brigitt Buser

Garten Behcet und Margareta Ciragan
Foto: Margareta Ciragan

Auch mit Rosen biologisch gärtnern?

Liebe RosenfreundeIinnen
Im Zuge von mehr Achtsamkeit für unsere Natur müssen auch wir RosengärtnerIinnen uns vermehrt fragen, ob es Alternativen zu den bis anhin konventionellen Produkten für die Rosenpflege gibt. Nicht nur wir vom Vorstand, auch unsere Mitglieder haben sich dazu Gedanken gemacht. Dazu folgend der Leserbrief von Heidrun West. Toll wäre es natürlich auch, wenn Sie liebe Mitglieder uns Ihre Tricks und Tipps dazu verraten würden. So fällt es uns allen sicher leichter, auch in den Rosengärten Alternativen zu finden, die «verheben».

Rosenpflege – eine Bitte an die Experten
Bis jetzt war das Spritzen mit chemischen Mitteln ein regelmässiges Ritual, das nicht in Frage gestellt wurde. Die Zeiten haben sich geändert, die Insekten und die Vögel sind bedroht, unser Grundwasser auch. Deshalb müssen auch wir Rosenliebhaber uns fragen, ob wir weiter so tun als wäre die Gesundheit der Rosen das oberste Gesetz oder uns eingestehen, dass die Chemie, die wir dafür verwenden unserer Natur – die wir so lieben – schaden.
Ich möchte nun die Experten bitten, sich dem Thema zu widmen und uns Rosengärtner über die Verträglichkeit der verschiedenen, chemischen Mittel aufzuklären. Welche Mittel sind noch vertretbar und warum? Oder sind alle gleich schädlich? Ausserdem wäre es gut zu wissen, ob und welche alternativen Mittel zur Verfügung stehen, die im Einklang mit der Natur stehen und unsere Rosen trotzdem vor Insekten und Krankheiten schützen.
Ich danke für die Hilfe

Heidrun West

Rosenpflege biologisch
Foto: Brigitt Buser

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