Jedes Ende hat einen Anfang

In ungefähr zwei Wochen ist es soweit und wir starten in ein neues Jahr. Im jetzigen mit Rosenbegleitpflanzen beschäftigt, setzen wir uns im 2021 intensiv mit dem Thema Biodiversität auseinander. Einfach formuliert könnte man dies «Ein intaktes Gefüge von Flora und Fauna» nennen. Was aber genau damit gemeint ist und was wir dazu beitragen können, dass dies auch unseren Rosen und somit auch uns gut tut, erfahren Sie immer passend zur Jahreszeit.
Auch die Trockenheit machte unseren Gärten in den letzten Jahren zunehmend zu schaffen, egal ob Rose oder ihrer Begleitpflanzen. Vieles was über Jahre gut wuchs, serbelt nun dahin. Beruhigend zu wissen, dass die Züchtung bereits seit einigen Jahren erfolgreich trockenheitsverträgliche Sorten hervor bringt. Bezüglich Rosenpflege hat sich ebenfalls einiges geändert. Konventionelle Produkte können Dank erfolgreicher Entwicklung der Forschung zunehmend durch biologische ersetzt werden. Man darf also gespannt sein, was das neue Jahr bringt.

Mit den besten Weihnachtswünschen und einen guten Start ins 2021

Der Vorstand

Zum Jahresende

Liebe Rosenfreundinnen und Rosenfreunde Ein eigenartiges Jahr geht zu Ende. Wir hatten uns vieles vorgenommen und konnten es dann nicht durchführen. Ein Jahr, in dem so viele Treffen und Reisen gestrichen werden mussten, hat es in der Geschichte unseres Vereins noch nie gegeben. Die Planung für 2021 ist noch schwierig. Wir werden uns weiterhin mit Unwägbarkeiten abgeben müssen.
Wenn ich die Berichte unserer Regionalvereine anschaue, sehe ich jedoch, dass vieles doch möglich war – es wurden kreativ kurzfristige Anlässe organisiert und durchgeführt. Vielen herzlichen Dank an alle Vorstände und Mitglieder, die sich eingesetzt haben, dies zu ermöglichen. Hervorheben möchte ich die Schnittkurse und regulären Treffen bei Meier oder Zulauf, die Pflanzenbörse in Thurgau und den Fachvortrag von Beni Bischof, die Gartenbesuche und Exkursionen in Schaffhausen, die Führung in einer Staudengärtnerei in Wohlen b. Bern und, einige «Offene Gärten» Ende August. Die Aargauer Rosenfreunde konnten sogar in einem «Corona-Wellental» ihren neuen Regionalverein gründen! Das macht mir Hoffnung, dass wenn auch im kommenden Jahr keine grösseren Auslands-Gartenreisen durchführbar sein sollten, wir innerhalb der Schweiz in kleineren Gruppen doch einiges unternehmen können, insbesondere wenn es um Gartenbesuche gibt. Den Austausch mit der Société Romande des Amis des Roses und der Rosengesellschaft in diese Überlegungen miteinbezogen. Die zweite Durchführung des Rosenwettbewerbs in Nyon möchte ich zum Beispiel nicht verpassen! Ein monatlicher Lichtblick war unser «Rosenblatt». Ich denke, es ist noch vielseitiger, interessanter und farbiger geworden. Besonders freuen mich die vermehrten Beiträge unserer Mitglieder und warte auf mehr davon. Schreibt und sendet Bilder ohne Angst. Sie kommen gut an! Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an Ulrich Plüss, der uns vier Jahre lang mit interessanten Beiträgen bereicherte, sowie Brigitt, die auch für das kommende Jahr einiges Neues plant.

Behcet Ciragan

Gloire des Rosomanes

Das Bild auf der Titelseite von ‘Gloire des Rosomanes’ habe ich am 7. Dezember bei 2,5 °C aufgenommen. Für mich ein Sinnbild wie hartnäckig und dauerhaft Rosen sind, wie sie uns ein Versprechen für einen Neuanfang im Frühling geben. In diese Sinne wünsche ich allen Mitgliedern eine besinnliche Garten-Ruhepause bevor wir das kommende Jahr mit neuem Elan in Angriff nehmen. Behcet Ciragan

Rosenzauber in Luxemburg

Eine blühende Kultur mit einer langen Tradition von internationaler Bedeutung. Die Liebe zu Rosen ist in Luxemburg stark verwurzelt – so wundert es nicht, dass durch Rosenliebhaber die Begeisterung neu entfacht wurde. Entdecken Sie zeitgenössische und historische Rosarien, die im ganzen Land zu finden sind. Lassen Sie sich von zwölf charmanten Privatgärten inspirieren, und bringen Sie die Welt der Luxemburger Rosen in Ihr Zuhause.
Die Landschaftsarchitektin und Buchautorin Heidi Howcroft hat gemeinsam mit der international renommierten luxemburgischen Gartenfotografin Marianne Majerus und der Vereinigung «Patrimoine Roses pour le Luxembourg» diesen wichtigen Beitrag zur Gartenkultur aufbereitet. Lernen Sie alte und neue Rosen kennen, erfahren Sie, wie Rosenliebhaber die Kultur schätzen und pflegen, und tauchen Sie mit über 200 Fotos in eine fantastische florale Welt ein.

Erschienen im Verlag EDITIONS SCHORTGEN, ISBN: 978-99959-36.96-9, ab CHF. 43.60

Mehr Informationen: www.patrimoine-roses.lu

Rosenzauber in Luxemburg

Geh aus mein Herz und suche Freu(n)d

Nicht mehr lange und unsere Gärten blühen wieder in voller Pracht. Winterling und Schneeglöckchen sind in gewissen Regionen für dieses Jahr schon wieder Geschichte, Krokusse, Blausterne, Primeln und Narzissen auch bald und blühende Traubenhyazinthen und Tulpen blühen spätestens im April. Bis zur Rosenblüte müssen wir uns aber noch etwas gedulden.
Dass sich Rosen auch gut für einen Naturgarten eignen, können Sie in der Gartenreportage über den Garten von Behcet Ciragan in der Ausgabe 9 der «Schweizer Familie» vom 27. Februar 2020 nachlesen.
Aber nicht nur unser Präsident, auch viele Mitglieder pflegen wahre Vorzeigegärten. Mir jedenfalls zeigen dies die Einsendungen bezüglich «Mein Paradies». Grund genug, um sie am schweizweiten «Tag der offenen Gartentür» vom 13. und 14. Juni auch Ihre Gartentür für andere Rosen- und Staudenfreunde und weiteren Organisationen, ja sogar der Allgemeinheit zu zeigen. Sie werden es mir jetzt nicht glauben, aber sie warten alle darauf. Dies eventuell auch zusammen mit anderen Rosenfreunden der Umgebung. Ebenfalls ein Grund, um mal bei der Zeitung der Region für eine Reportage mit
 Hinweis auf den Anlass anzufragen, was für Vereinsmitglieder oft unentgeltlich ist. Eine rege Besucheranzahl mit allerlei guten Gespräch ist so garantiert, und wenn Sie auch noch Flyer unserer Gesellschaft auflegen. Neumitglieder sind immer herzlich willkommen!

Herzlichst Brigitt Buser

Garten Behcet und Margareta Ciragan
Foto: Margareta Ciragan

Auch mit Rosen biologisch gärtnern?

Liebe RosenfreundeIinnen
Im Zuge von mehr Achtsamkeit für unsere Natur müssen auch wir RosengärtnerIinnen uns vermehrt fragen, ob es Alternativen zu den bis anhin konventionellen Produkten für die Rosenpflege gibt. Nicht nur wir vom Vorstand, auch unsere Mitglieder haben sich dazu Gedanken gemacht. Dazu folgend der Leserbrief von Heidrun West. Toll wäre es natürlich auch, wenn Sie liebe Mitglieder uns Ihre Tricks und Tipps dazu verraten würden. So fällt es uns allen sicher leichter, auch in den Rosengärten Alternativen zu finden, die «verheben».

Rosenpflege – eine Bitte an die Experten
Bis jetzt war das Spritzen mit chemischen Mitteln ein regelmässiges Ritual, das nicht in Frage gestellt wurde. Die Zeiten haben sich geändert, die Insekten und die Vögel sind bedroht, unser Grundwasser auch. Deshalb müssen auch wir Rosenliebhaber uns fragen, ob wir weiter so tun als wäre die Gesundheit der Rosen das oberste Gesetz oder uns eingestehen, dass die Chemie, die wir dafür verwenden unserer Natur – die wir so lieben – schaden.
Ich möchte nun die Experten bitten, sich dem Thema zu widmen und uns Rosengärtner über die Verträglichkeit der verschiedenen, chemischen Mittel aufzuklären. Welche Mittel sind noch vertretbar und warum? Oder sind alle gleich schädlich? Ausserdem wäre es gut zu wissen, ob und welche alternativen Mittel zur Verfügung stehen, die im Einklang mit der Natur stehen und unsere Rosen trotzdem vor Insekten und Krankheiten schützen.
Ich danke für die Hilfe

Heidrun West

Rosenpflege biologisch
Foto: Brigitt Buser

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