Und noch dies...

Gerda und Fred WIrth

Einweihung des erweiterten Blinden-Duftrosengartens in Rapperswil-Jona vom Montag, 19. September 2017

Über 100 Personen sind dieser rosigen Einladung gefolgt. Musikalisch umrahmt lobten der Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, der Präsident der Rapperswil Zürichsee Tourismus, Vertreter des Schweizer Blinden- und Sehbehindertenverbandes sowie der Ehrenpräsident der GSRF die Idee, Ausführung, Zusammenarbeit und das gelungene Resultat. Selten sei ein Projekt so schnell und leicht umgesetzt worden. Ob’s an der Rose liegt?

Gerda und Fred Wirth alleine ist es zu verdanken, dass die Rosenstadt ein weiteres Besucher-Magnet vorweisen kann, denn weitsichtig überlegt stellen sie der Öffentlichkeit eine neue Rosen-Oase in einer immer hektischeren Welt zur Verfügung.
Zeitgemäss bepflanzt unterstützen unterschiedliche Stauden die kräftigen, gesunden Rosen – alle von Richard Huber AG. Die Sichtachse wird einerseits durch den plätschernden Hans Erni-Brunnen begrenzt und endet auf der gegenüberliegenden Seite mit einer von Rosen umrankten Pergola mit einladender Sitzbank zum Verweilen. Davor das eigentliche ‘Highlight’: ein übergrosses, klassisches Rosensymbol, welches besonders in der rosenruhigen Zeit zur Geltung kommt. Dieses liegt eingebettet in farblich aufeinander abgestimmte Rosenblüten.

Rosenemblem mit Sichtachse - Fotos: M. Simon

Eine wirklich gelungene Anlage, welche dank dieser Erweiterung sehr gewonnen hat! Es ist eine lichtdurchflutete, luftige und offene Rosen-Oase mit angenehmer Atmosphäre entstanden mitten in der Stadt Rapperswil-Jona. Darüber waren sich die von überall her angereisten Rosenfreunde einig.
Rapperswil, die schmucke Stadt mit seinen gemütlichen Gassen und dem imposanten Schloss mit wunderschöner Aussicht auf die Stadt, den Ober- und Zürichsee und die Glarner Bergwelt hat eine Attraktion mehr und ist immer einen Besuch wert: jetzt erst recht! Danke Gerda und Fred!
Margrit Simon

Kurzreferat von Theo Zwygart - Ehrenpräsident der GSRF

Verehrte Damen und Herren, liebe Garten- und Rosenfreunde
Im Leben gibt es immer wieder Fixpunkte, an welche man sich mit Freude zurück erinnert. In meinem Leben ist die Rosenstadt Rapperswil ein solcher positiver Ankerpunkt, ja eine Art Leuchtturm, welcher weiträumig ausstrahlt und ihrem Namen als Stadt der Rosen alle Ehre macht. Zu Recht pilgern darum viele Menschen aus nah und fern hierher, um sich an Stadtbild, an kulturellen Einrichtungen und an den Rosengärten zu erfreuen.
Dass Rosen über Jahrzehnte in den vier öffentlichen Rosen-Gärten Rapperswils immer wieder prachtvoll blühen, braucht es einzelne initiative Menschen, welche sich um dieses unvergleichliche Kulturgut aktiv bemühen: Dies können Menschen sein aus Politik, aus Vereinen oder aus Gärtnerkreisen, welche den klaren Willen und die nötigen Mittel aufbringen, um solche Rosen-Gärten über viele Jahre für die Öffentlichkeit zu erhalten, zu unterhalten und - wie das Beispiel hier zeigt - sogar zu erweitern.
Unter den verschiedenen Persönlichkeiten, welche ich als Triebfeder, als Katalysatoren und permanente Förderer der Rosen hier in Rapperswil kennenlernen durfte und zu schätzen lernte, ist besonders auch die langjährige Leiterin der Rosengruppe Rapperswil zu nennen: Gerda Wirth: Sie hat die regionale Rosengruppe der GSRF von 1985 bis 2015 geleitet, d.h. während sage und schreibe 30 Jahren. Gerda Wirth hat zusammen mit Ihrem Mann Fredi immer wieder und unermüdlich die Bedeutung der Rosenkultur für die Stadt Rapperswil in Erinnerung gerufen. Aber Gerda hat den Namen der Rosenstadt auch immer wieder in die Reihen der GSRF hinausgetragen. Mir kommt es vor, als seien Gerda und Fredi eine Art "Rosengewissen" für die Rosenstadt geworden. Mit ihren Beziehungen, ihrem persönlichen Einsatz haben sie über alle Jahre mitgeholfen, den Fortbestand der Rosengärten zu gewährleisten und ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.
Es ist aus meiner Sicht ganz typisch für die beiden rapperswil- und rosenbegeisterten Gerda und Fredi Wirth, dass sie ihren privaten Garten der Stadt z.V. stellen. Dies zeigt auf's Schönste, dass die beiden Wirth's immer auch an die Menschen um sie herum und an ihre Rosenstadt Rapperswil denken.
Es ist deshalb eine grosse Freude, dass wir heute in einem Rosengarten stehen, der eine sinnvolle, prächtige Ergänzung und Erweiterung des Blindenrosengartens darstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.
Ist diese Erweiterung, die wir hier einweihen können, nicht fast wie das Tüpfchen auf dem i?

Daher danke ich Gerda und Fredi heute gerne auch als Ehrenpräsident der Gesellschaft Schweizer Rosenfreunde auf's Herzlichste für das sinnvolle, grossartige Garten-Geschenk an die Rosenstadt und auch an die vielen rosenbegeisterten Menschen und Gartenfreunde. Bestimmt trägt dieses neue Bijou auch noch dazu bei, die Attraktivität der Rosenstadt noch weiter zu erhöhen. Und ich meine, dass die Stadt Rapperswil ihrerseits auf solche spendablen Bürgerinnen und Bürger stolz sein darf, welche bewusst auch an das Gemeinwohl denken. Ich bin überzeugt, dass dieser grossartig neu gestaltete Garten für die Rosenstadt Ehre einlegt und den guten Namen der Rosengärten und den Rosenduft über alle näheren und weiteren Grenzen hinausträgt.

Erlauben sie mir, dass ich heute Gerda und Fredi Wirth auch noch ganz persönlich danke sage: Ich habe die beiden über alle 25 Jahre, in denen ich Präsident der GSRF sein durfte, kennen und schätzen gelernt. Immer wieder hat es Gerda Wirth als Rosengruppenleiterin verstanden, den Rosen geeignete Plattformen zu schaffen: z.B. mit der Durchführung des grossen 2. Europäischen Rosenkongresses im Jahr 1990 oder den beiden vielfältigen und kulturell einmaligen Rosenausstellungen von 1990 und 2004 im Schloss Rapperswil. Daher möchte ich Gerda und Fredi Wirth heute ein verbales Rosenkränzlein winden. Aber gleichzeitig möchte ich Gerda auch ein handfestes Rosenkränzlein übergeben. Dies dafür, dass sie sich über dutzende Jahre hinweg sehr engagiert für die Rose, die Rosenfreunde und für die Rosengärten Rapperswil's eingesetzt hat . Dieses Rosenkränzlein hat die Aargauer- Künstlerin Alice Sager gemalt. Und heute soll dieses Unikat in Gerda's Hände übergehen, als Anerkennung und Dank für ihre anhaltende Rosenbegeisterung und ihren grossen persönlichen Einsatz.

Lassen sie mich schliessen mit einem Satz von Gartenarchitekt Dieter Kienast, der zeigt, welche grosse Bedeutung den Grünanlagen, den Sommerblumenrabatten oder auch einer neuerrichteten Sitzbank in öffentlichen Gärten gerade in der heutigen immer mehr urbanisierten Welt zukommt:
"Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum".