Spezialitätenmarkt Wädenswil 12. Mai 2018

 

Unser Verein nimmt zum ersten Mal mit einem Stand am Spezialitätenmarkt Wädenswil teil, der dieses Jahr am Samstag, 12. Mai 2018, 9-16 Uhr auf dem Campus Grüental (Grüentalstrasse 14) des ZHAW stattfindet. Dieser Frühlingsmarkt hat sich über die Jahre zu einem Renner entwickelt mit über 5000 Besuchern. Auch dieses Jahr werden etwa 40 Aussteller aus der ganzen Schweiz und Süddeutschland alles anbieten was das Gärtnerinnen-Herz begehrt, von Magnolien und Pfingstrosen zu Wildstauden, Farne, Gemüse, Kakteen und vieles mehr. Natürlich auch Rosen. Ein Besuch lohnt sich zu mehr als 100%!

In dem Pavillon vor den Gewächshäusern wird es eine Sonderschau „Vogelfreundlicher Garten“ von Birdlife Zürich und Naturschutz Wädenswil geben. Für interessierte gibt es alle halbe Stunde Vorträge über Themen wie Schattenbepflanzung, Igel, Naturgarten, Küchengarten, Moose.

An unserem Stand werden wir gemäss unserem Jahresthema „Wildrosen“ zeigen, wie Wildrosen und naturnahe Rosen im Garten für Vögel sicheren Schutz und Nahrung im Herbst, sowie Nahrung im Frühjahr und Sommer für Bienen und andere Insekten bieten. Neben unseren Publikationen werden wir auch ein entsprechendes Sortiment Rosen von Hauenstein anbieten. Wir freuen uns auf den Besuch aller Rosenliebhaber. Kommt aber früh, um 9 Uhr sieht man oft schon schwer beladene Käufer auf dem Heimweg!

Flyer Spezialitätenmarkt

Ausländische Wildrosen

Neben unseren einheimischen Wildrosen gibt es noch viele Arten aus Europa, Zentral- und Ostasien sowie Nordamerika, die für Gärten geeignet sind. Aus diesen haben wir eine kleine Auswahl in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

 

Auswahl ausländischer Wildrosen und ihre Lieferanten              
Art Höhe (cm) Farbe Blühmonat Hagebutten Bemerkung Lieferanten    
R. acicularis Lindl. 120-200 dunkelrosa 6-7 x sehr winterhart AT    
R. x aschersoniana Graebn. 120-180 purpurrot 6-7   halbgefüllt AT    
R. banksiae alba Aiton 500 weiss 5-6   Winterschutz AK    
R. blanda Aiton (Eschen-Rose) 150-250 rosa 6-7 x sehr winterhart AT, HR, RH    
R. californica plena Rehder 200-300 rosa 5-6 x halbgefüllt AT    
R. davidii Crép. 250-300 rosa 7-8 x   AT    
R. ecae Aitch. 200-300 gelb 5-6 x feines Laub AT, NB    
R. farreri persetosa Stapf 150-200 rosa 5-6 x kleine Blüten, feines Laub AT    
R. fedtschenkoana Regel 200-250 weiss 6-8 x remontiert AT,EM    
R. foetida bicolor (Kapuzinerrose) 150-200 orangerot/gelb 5-6   zweifarbig AT,EM,HE    
R. hugonis Hemsl. 200-250 hellgelb 4-5   evtl. Nachblüte, feines Laub AK,AT,BR,EM,HB,HE,HR,RH
R. macrantha Desp. 150 hellrosa 6-7 x Gallica Naturhybride RH    
R. moschata 300-400 weiss 7-8 x Winterschutz RH    
R. moschata 'Umbrella' 200-300 weiss 7-9 x   AT    
R. moyesii Hemsl. & E.H. Wilson (Mandarin-Rose) 250-300 rot 5-6 x   AK,AT,EM,HB,HR,RH  
R. moyesii 'Geranium' 200-300 ziegelrot 6-7 x   AT,BR,RH,TO  
R. multiflora Thunb. (Büschel-Rose) 300-600 weiss 5-6 x   AT,BR,HB,HR,RH,TO  
R. multiflora watsoniana Matsumura 100 weiss 6   bambusartiges Laub AT    
R. nitida Willd. (Glanz-Rose) 80-100 rosa 5-6 x   AK,AT,BR,EM,HB,HR  
R. nutkana C. Presl. 150-180 rosa 5-7 x sehr winterhart AT    
R. palustris nuttaliana 150-250 lilarosa 7 x Herbstfärbung AT    
R. roxburghii normalis Rehder & E.H. Wilson 150-200 dunkelrosa 6 x bestachelte Hagebutten AT,EM    
R. rugosa Thunb. (Kartoffel-Rose) 150-200 purpur 6-7 x Ausläufer AK,BR,EM,HB,HE,HR,RH,TO
R. rugosa alba 150-200 weiss 6-7 x Ausläufer AK,AT,HB,HR,RH,TO  
R. sericea pteracantha Franch (Stacheldraht-Rose) 200-400 weiss 4-5 x mit 4 Petalen: R. omeiensis AK,AT,BR,HB,RH  
R. setigera Michaux (Prairie-Rose) 300-600 rosa 6-7 x   AT    
R. virginiana Mill. 150-200 rosa 6 x   AT,RH    
R. woodsii Lindl. 180 rosa 6 x Herbstfärbung AT    
R. xanthina Lindl. 250-300 hellgelb 5-6   gefüllt AT    
R. yakushimaensis 50-100 weiss 6 x Ausläufer, breit AT    
                 
Lieferanten:                
AK: Aebi-Kaderli Baumschulen, Düdingen FR     HE: Herter Baumschulen und Rosen, Nussbaumen TG      
AT: Alain Tschanz, Aclens VD     HR: Hauensten, Rafz SH und Zürich      
BR: Baumschulen Reichenbach, Hausen am Albis ZH   NB: Naturbaumschule Roland Wenger, Unterlangenegg BE    
EM: Ernst Meier AG, Dürnten ZH     RH: Richard Huber, Dottikon AG      
HB: Hämmig Baumschule, Egg ZH     TO: Baumschule Todt, Hettlingen ZH      

 

Einheimische Wildrosen

Unsere einheimischen Wildrosen sind robuste Pflanzen, die sich seit tausenden von Jahren in eher unwirtlichem Terrain entwickelt haben. Man staunt, wenn man in „Flora Helvetica“ die natürlichen Habitate liest: felsige Hänge, felsige und steinige Orte, Steinhaufen, Felssimse, Trockenwiesen, Waldränder, Hecken, Gebüsche, buschige Hänge. Echte Überlebenskünstler!

Trotzdem ist in den letzten 50 Jahren das Vorkommen von Wildrosen an Naturstandorten stark zurückgegangen. Bau und andere wirtschaftlichen Tätigkeiten minderten im Flachland und in den Bergen die verfügbaren „unordentlichen“ Stellen, die von Wildrosen so geschätzt werden. Auf der Webseite der ZHAW findet man Artenportraits von 31 in der Schweiz vorkommenden Wildrosen, mit Verbreitungskarten, aus dem der Rückgang klar ersichtlich ist.

Habt ihr im Garten eine Ecke oder Rand wo Kulturrosen nicht wachsen wollen? Vielleicht nur mit 3 bis 5 Stunden Sonne pro Tag? Steinig, lehmig oder karg? Eher trocken? Da ist eine (oder mehrere) einheimische Wildrose(n) genau richtig. Die Insekten werden sich an den Blüten erfreuen, Vögel am stacheligen Schutz als Rückzug und an den Hagebutten im Herbst/Winter. Und ich hoffe, Sie auch, das ganze Jahr.

In der Schweiz gibt es 34 Wildrosenarten, die an Naturstandorten vorkommen. Fünf davon (Rosa foetida Hermann, Rosa gremlii Christ, Rosa inodora Fries, Rosa multiflora Thunberg, Rosa rugosa Thunberg) sind eingewandert oder Gartenflüchtlinge. Die restlichen 29 Arten haben wir in der folgenden Tabelle zusammengestellt, mit ihren Lieferanten in der Schweiz. Die Verfügbarkeit basiert auf Angaben im Internet, so, dass nicht alle immer vorhanden sein müssen. Bis Ende April bekommt man sie noch wurzelnackt. Eine gute Gelegenheit zum Kauf ist auch der Bärner Wildpflanzenmärit am 25. April, der am Bundesplatz staatfindet.

Nun welche soll man pflanzen? Beginnen würde ich mit Rosa gallica, Rosa glauca, Rosa majalis, Rosa pendulina, Rosa rubiginosa, Rosa tomentosa, Rosa villosa. Bei genügend Platz kann man Rosa arvensis, Rosa canina und Rosa spinosissima dazu nehmen. Die letztere macht fleissig Ausläufer, hat aber schöne schwarze Hagebutten. Die restlichen sind dann für Liebhaber und Sammler. Rosa corymbifera, Rosa elliptica, Rosa subcanina, Rosa subcollina sehen z.B. ähnlich aus wie Rosa canina.

Rosa pendulina

Im letzten November-Heft hatte unsere Redaktorin um Zuschriften aufgerufen welche Wildrosen unsere Mitglieder am meisten mögen. Sage und schreibe eine Zuschrift ist schliesslich bei mir gelandet. Franziska Steiner Liechti aus Kandersteg schreibt: „Meine Lieblingswildrose ist Rosa pendulina…ihre Schlichtheit und Leuchtkraft, der feine Duft, die spezielle Hagebutte und vor allem ihre Robustheit beeindrucken mich. Kommt hinzu, dass sie nicht wuchert, kaum Stacheln hat und auch im leichten Schatten gut gedeiht. Auch Ernten kann man sie gut, um sie später in der Küche weiter zu verwenden.“ Danke Franziska! Kann man die Vorteile von Wildrosen besser zusammenfassen?  In diesem Sinne

                                                                                                                                                   Behcet Ciragan

Pflege von Wildrosen

Wildrosen benötigen praktisch keine Pflege. Alle paar Jahre kann man vergreisende Äste zurück schneiden, um den jungen Wuchs mehr Chancen zu geben. Wenn man sie als Hecke pflanzt, dann kann man sie alle 10-15 Jahre wie andere Heckensträucher auf Stock setzen. Wenn es meterlange Triebe gibt, die beim Vorbeigehen einem den Gartenhut abnehmen (passiert mir immer wieder), dann den Trieb zurück in den Strauch einflechten, oder kürzen, nach Belieben. Eventuelle Ausläufer kann man je nach Situation entfernen und anderswo Einpflanzen oder Verschenken.

Einheimische Wildrosen und ihre Lieferanten

Art Höhe (cm) Farbe Blühmonat Hagebutten Bemerkung Lieferanten        
R. abietina H. Christ (Tannen-Rose) 100-150 hellrosa bis rosa 6-7 10   ST        
R. agrestis Savi (Acker-Rose) 150-200 weiss 6-7 9   NB, PW, RH, ST      
R. arvensis Huds. (Feld-Rose) 200-300 weiss 6-7 9-10   AK, BR, HB, HR, NB, PW, RH, ST    
R. caesia Sm. (Syn. R. coriifolia) (Lederblättrige Rose) 100-150 rosa 6 8   NB, ST        
R. canina L. (Hunds-Rose) 200-300 hellrosa bis weiss 6 10-11   AB, AK, BR, EM, HB, HR, NB, RH, ST,TO,WY,ZU  
R. chavinii Rapin (Chavins Rose) 200-300 weiss oder rötlich 6-7 8-9   NB, ST        
R. corymbifera Borkh. (Busch-Rose) 200-300 hellrosa 6 10-11   NB, RH, ST        
R. dumalis Bechst. (Syn. R. vosagiaca) (Vogesen-Rose) 150-200 rosa 6-7 9   PW, ST        
R. elliptica Tausch (Duft-Rose) 100-200 hellrosa 6-7 8-9 wenig Ausläufer NB, ST        
R. gallica L. (Essig-Rose) 50-100 rosa bis purpurrot 6-7 9 wenig Ausläufer AK, AT, HR, NB, PW, RH,ZU    
R. glauca Pourr. (Hecht-Rose) 100-300 rosa 6 9   AB, AK, AT, BR, EM, HB, HE, HR, NB, PW, RH, ST,TO,WY
R. jundzillii Besser (Syn. R. marginata) 100-200 rosa 6-7 8-9   AT, NB, RH, ST      
R. majalis Herrm. (Zimt-Rose) 100-250 purpurrot 5-6 8-9 Ausläufer AT, HB, HR, NB, PW, RH, ST,ZU    
R. micrantha Sm. (Kleinblütige Rose) 200-300 hellrosa 6 9-10   NB, ST        
R. mollis Sm. (Weiche Rose) 50-100 rosa oder weiss 6 8   NB, ST        
R. montana Chaix (Berg-Rose) 100-300 hellrosa 6-7 8-9   NB, ST        
R. pendulina L. (Alpen-Hagrose) 50-200 dunkelrosa 5-6 9 wenig Ausläufer AK, AT, EM, HB, HR, NB, PW, RH, ST    
R. spinosissima L. (Syn. R. pimpinellifolia) (Bibernell-Rose) 50-150 weiss 5-6 8-9 Ausläufer AK, AT, BR, EM, HB, HR, NB, RH, ST,TO    
R. pseudoscabriuscula R. Keller (Kratz-Rose) 200-300 rosa bis hellrosa 6-7 9   keine        
R. rhaetica Gremli (Rätische Rose) 100-200 rosa 6-7 9-10   ST        
R. rubiginosa L. (Wein-Rose) 150-250 dunkelrosa 6 9   AT, BR, EM, HB, HR, NB, PW, ST,TO    
R. sherardii Davies (Sherards Rose) 150-200 dunkelrosa 6-7 8-9   AT, NB, ST        
R. stylosa Desv. (Griffel-Rose) 300 hellrosa oder weiss 6-7 8   NB        
R. subcanina (H. Christ) R. Keller (Falsche Hunds-Rose) 150-200 hellrosa oder weiss 6-7 9-10   NB, ST        
R. subcollina (H. Christ) R. Keller (Hügel-Rose) 200-300 rosa 6-7 9-10   ST        
R. tomentella Léman (Syn. R. obtusifolia) (Flaum-Rose) 150-200 weiss 5-6 9-10 wenig Ausläufer NB        
R. tomentosa Sm. (Filzige Rose) 150-250 hellrosa oder weiss 6 9   EM, NB, PW, RH, ST      
R. uriensis (H. Christ) Puget (Uri Rose) 50-150 rosa 7 8-9   ST        
R. villosa L. (Apfel-Rose) 50-150 rosa 6 8 wenig Ausläufer AB, HB, OM, NB, PW, RH, ST    
                     
Lieferanten:                    
AB: Andermatt Biogarten, Grossdietwil LU     NB: Naturbaumschule Roland Wenger, Unterlangenegg BE      
AK: Aebi-Kaderli Baumschulen, Düdingen FR     OM: oMioBio, Lupfig AG            
AT: Alain Tschanz, Aclens VD     PW: Wildstaudengärtnerei Patricia Willi, Eschenbach LU        
BR: Baumschulen Reichenbach, Hausen am Albis ZH   RH: Richard Huber, Dottikon AG          
EM: Ernst Meier AG, Dürnten ZH     ST: Sträucherei Simon Bolz, Münsingen BE          
HB: Hämmig Baumschule, Egg ZH     TO: Baumschule Todt, Hettlingen ZH          
HE: Herter Baumschulen und Rosen, Nussbaumen TG   WY: Wyss, Zuchwil SO und Aarau, Muttenz, Oberwil, Ostermundigen      
HR: Hauensten, Rafz SH und Zürich     ZU: Zulauf, Schinznach Dorf AG          

 

Wildbienen-Literatur

Ende Februar bis Anfang März, je nach Witterung, erscheinen die ersten Wildbienen: die Dunkle Erdhummel und die Gehörnte Mauerbiene erfreuen sich an den Frühblühern im Garten. Die Erdhummel kann bereits ab 2-3 Grad fliegen und ist den ganzen Tag ein eifriger Bestäuber. Die Mauerbiene fängt auch gleich an ihre Brutzellen in Ritzen, Löchern oder Nistkästen zu legen.

Zu Wildbienen gibt es immer mehr Literatur. Das Beste bisher ist Anfang Jahr von Anja Eder im Selbstverlag erschienen: „Wildbienen Helfer“ (ISBN 978-3-9439691-9). Dieses tolle 248-Seitige Buch beschreibt und zeigt die Wildbiene-Sorten mit bestechenden Fotos und hat für die Monate Februar bis August Zeichnungen der geeigneten Blütenpflanzen. Es erklärt auch geeignete und ungeeignete Nisthilfen. Dieses Buch ist ein Muss für Bienenfreunde! Auf der Webseite www.wildbienen-garten.de  gibt es dazu mehr Informationen.

 Anja Eder erklärt ungeeignete Nisthilfen

 

Ganz dem Thema Nisthilfen ist „Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen“ (ISBN 978-3-89566-358-1, 2016, 160 Seiten) von Biologe und Lehrer Werner David, gewidmet. Werner David, Wildbienen-Experte aus Bayern, gibt darin eine Fülle von Informationen und Tips zu Nisthilfen für Erd- und Mauerbewohnende Bienen.  Das Buch ist sehr flüssig  lesbar und eine wertvolle Ergänzung zu Anja Eder’s Buch. Zum Thema Naturgarten gibt es von ihm auch das Buch „Lebensraum Totholz“.  Mehr dazu unter www.naturgartenfreunde.de . Sowohl Anja Eder wie Werner David sind auch auf facebook zu finden.

Als drittes möchte ich noch „Mein Garten summt!“ von Simone Kern im Kosmos-Verlag (ISBN 978-3-440-15270-6), 2017, 128 Seiten) empfehlen. Das ist ein Ratgeber, der sehr viele Themen zur Insekten im Garten anschneidet, auch wenn es nicht so ins Detail geht wie die vorherigen beiden Bücher. Ganz gut um ins Thema einzusteigen.

Behcet Ciragan

 

Wildbienen-Nisthilfen

Seit einem Jahr haben Do-It-Läden und Gartencenter Nisthilfen für Wildbienen als neue Marktlücke entdeckt. Das Angebot ist meistens Schrott und herausgeworfenes Geld. Bevor wir diesen Frühling wieder zum Kauf animiert werden, einige Bemerkungen aus Erfahrungen vom Umkreis.

Nisthilfen nützen überhaupt nichts falls es im Garten keine pollentragenden Blütenpflanzen gibt. Also zuerst für den gedeckten Tisch von März bis August sorgen. Ohne Futter kommen keine Insekten.

Fast drei Viertel der Wildbienenarten sind Erdnister. Diese benötigen Sandhaufen, offene Erdflächen, Abbruchkanten, Lehmwände oder ähnliches. Die kommerziellen Nisthilfen werden sie nicht in Anspruch nehmen. Auf www.wildbee.ch findet ihr viele Informationen wie man auch im eigenen Garten eine ungepflegte Ecke für Wildbienen lassen kann. An der Boniswilerstr. 4, 5725 Leutwil AG kann man am 24. März, 21. April, 26. Mai einen Wildbienen-Schaugarten besichtigen.

Nun zu den künstlichen Nisthilfen für Wildbienen. Am einfachsten ist es schlechte Exemplare zu zeigen:

 

Kein Insekt wird Tannzapfen zum Nisten annehmen. Soll wohl die Natur symbolisieren.

In der Natur legen Bienen die Nistgänge quer in den Stamm hinein. Alle diese Bohrungen ins Stirnholz vom Baumscheiben (oben) sind ungeeignet, da sie mit Feuchtigkeit in der Faserrichtung aufreissen und Milben und Feuchtigkeit die Larven schädigen. Die Bohrungen in der Mitte und die Röhrchen sind in diesem Exemplar so schlecht verarbeitet, dass die Biene die dort reingeht spätestens beim rückwärts rausgehen ihre Flügel an den Spänen aufreissen und elend Zugrunde gehen wird. Meist sind auch die Bohrungen nur 3-5 cm tief, d.h. Die Wildbiene kann höchstens 1-2 Eier pro Loch einlegen und muss dann diese kurze Hülse mit Lehm kappen. Ideal und effizienter für die Wildbiene wären Löcher, die 10-12 cm tief sind.

Ein besonders billig gemachtes Exemplar: Welche Wildbiene wird so ein Holzklotz anbohren? Die Holzspäne oben sind auch für die Katz. Ins Feuer damit!

Ein niedliches Häuschen? Die obligaten Tannzapfen, veredelt mit einem Dach von Ziegelscherben. Da lacht die Biene wenn sie nur könnte. Das Loch in der Mitte soll für Schmetterlinge sein. Es muss wohl die Flügel schliessen und vorwärts kriechen. Beim Stirnholz sieht man bereits die Risse, und die Niströhrchen sind auch zu.

             Vorher                                                  Nachher

Wenn die Nisthilfe mehr oder weniger sauber gearbeitet ist (ohne Schi Schi) kann man doch schöne, befriedigende Ergebnisse bekommen. Bezugsquellen für gut gearbeitete „Insektenhotels“ findet man z.B. unter www.wildbee.ch oder www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/bezugsquellen/

Behcet Ciragan

 

 

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