November 2020

Die Gartensaison neigt sich langsam dem Ende zu. Wir treffen Winterschutzvorkehrungen und bringen noch die letzten Blumenzwiebeln in die Erde. Wir schaffen Überwinterungsplätze für Tiere, z.B. für den Igel, der bei mir seit ein paar Jahren den Winter verbringt, und im nächsten Jahr werden sicher wieder drei bis vier Igelkinder den Garten erkunden. Mit dem Rückschnitt der Stauden warte ich bis fast in den Frühling hinein. So bleiben Samenstände für die Vögel bereit. Lässt man über den Winter vieles stehen, sieht der Garten in der kalten Jahreszeit nicht so kahl aus. Von einem goldenen Oktober konnten wir nur träumen. Stattdessen war dieser Monat eher grau und vor allem nass. Es kam mir vor wie in England. Dieser Regen bescherte wenigstens grüne Üppigkeit. Und überaus üppig sieht es zu dieser Jahreszeit auch in meinem Garten aus. Immer noch erfreue ich mich an Rosenblüten der «Zéphirine Drouhin», die mich durch das Küchenfenster beobachten. Sicher habt auch Ihr noch weit bis in den Dezember hinein Rosenblüten, die Euch Freude bereiten. Den Phlox musste ich jeweils schon früh zurückschneiden, er sah mit seinen braunen Blättern unansehnlich aus. Diesen Oktober steht er immer noch da, diesmal trägt er noch das grüne Blätterkleid. Der viele Regen hat ihm gut getan. Coronabedingt und des schlechten Wetters wegen, haben wir den Vortrag «Biologische Rosenpflege» verschoben. Für dieses spannende Thema habe ich Brigitt Buser schon mal fürs nächste Jahr gebucht. Denken wir daran, unser Garten gibt uns Hoffnung und Kraft.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal

Ursula Haklar