September 2018

Am 25. August führte unser Tagesausflug ins Kloster Fahr, ins Säuli- und Knonaueramt. Die drei Gärten, welche wir besuchten, hätten nicht unterschiedlicher sein können. Doch jetzt aber der Reihe nach: Daniel brachte uns am Samstagmorgen zügig von der Region Basel aus Richtung Zürich. Die Agglomeration mit viel Industrie, Wohnblöcken und Überbauungen raubte uns beinahe den Atem. Als dann unverhofft der Wegweiser „Kloster Fahr“ auftauchte, gelangten wir in eine Oase der Ruhe oder des wieder atmen Könnens. Im Klostergarten wurden wir von der quirligen und mit viel Begeisterung erzählenden Nonne Sr. Beatrice geführt. Das Kloster Fahr bildet zusammen mit Einsiedeln ein Doppelkloster. Der Abt von Einsiedeln ist seit jeher auch Abt des Klosters Fahr. Diese spirituelle, rechtliche und wirtschaftliche Beziehung der beiden Klöster ist weltweit einzigartig. Der Schwestern-gemeinschaft steht eine Priorin vor.

Über die Geschichte und die Entstehung des Klosters sowie über das Klosterleben selbst hörten wir anschließend viel Neues von Sr. Fidelis. Auch sie hatte viel Empathie in ihren Erzählungen und würzte diese mit feinem Humor.

Kloster Fahr

Im Restaurant „zu den zwei Raben“ wurde uns anschließend ein feines Mittagessen serviert.

In Rifferswil, nur unweit des Seleger Moores gelegen, wies der Wegweiser zu „Blattgrün“, einer Gärtnerei im Park, Pflanzen für Schatten und mehr. Stauden, Farne und Ziergräser – Rhododendren und Azaleen.

Elisabeth Jacob und ihr Partner Fredy Ungricht gärtnern hier mit viel Know-How, Arbeitsfreude und -lust. Mich beeindruckte ganz besonders der Respekt und die Sorge gegenüber der Pflanzen und Tierwelt in diesem extrem heißen Sommer, von welchem Herr Ungricht auf dem kleinen Rundgang durch die Parklandschaft erzählte. Der große Teil der Gruppe war bereits mit der gewohnten Euphorie am Pflanzen-Einkauf beschäftigt, als die Zeit zum Aufbruch mahnte.

Von einem Tag auf den andern hatte sich der heiße Sommer in rasanter Schnelligkeit verabschiedet. Waren es gestern noch 34° Celsius, so zeigte jetzt das Thermometer im Car bloß noch 14° an. Auch leichter Regen hatte eingesetzt und manche Rosenfreundin klagte bereits „och, so kalt!“

In Hausen a/Albis bildete die Baumschule der Familie Reichenbach den Abschluss der Gartenbesuche. In dritter Generation werden hier Pflanzen mit heimischen Wurzeln produziert. Herr Reichenbach erzählte mit Freude und Engagement von seinen Pflanzenkindern, seien es Rosen und Stauden, Bäume und Sträucher. Frau Reichenbach servierte uns einen feinen Apéro mit selbstgebackenem Speckzopf und Schokoladecake.

Beeindruckt mit den Bildern der drei Gärten im Kopf kehrten wir am Abend voll Freude ins heimische Baselbiet und nach Basel zurück.

Herzlich wünsche ich uns allen einen wunderbaren Übergang vom heißen Sommer in einen farbenprächtigen Herbst.

Béatrice Flückiger